Bemerkungen zur Publikation „Syntrometrische Maximentelezentrik“ von Burkhard Heim

Die wichtigste Arbeit, die von Burkhard Heim verfasst und bis heute noch nicht publiziert wurde, ist die „Syntrometrische Maximentelezentrik“. Bereits 1958 habe ich Teile des Manuskripts in einem der Laborräume von Heim in Northeim gesehen, als ich dort während der Semesterferien für ihn Untersuchungen zur Photophorese durchführte. Nach der Bedeutung des Titels befragt, erklärte Heim, dass es sich in diesem Manuskript um eine einheitliche Weltsicht handele, welche nicht nur die quantitativen Aussagen der Physik, sondern darüber hinaus auch qualitative organisatorische Bewertungen von Ereignissen als „Syntrometrie“ umfasse. Die Dynamik physikalischer Ereignisse, Lebensprozesse und psychischer Vorgänge sei jeweils auf Organisationsziele hin ausgerichtet, so genannte „Telezentren“. Sie erfolgten – wie Bewegungen von Objekten im Raum entlang von Geodäten – in einer entelechial gesteuerten Welt entlang von Extremalen zielführender Ideen, so genannten „Maximen“.

Erst im Jahre 1976 sah ich Heims Werk wieder. Nun waren die Unterlagen in zwei dicken DIN-A4 Büchern in Hardcover-Einbände eingebunden, angefüllt mit hunderten Schreibmaschinen-Seiten Text und mit Tinte eingefügten neuen Formelzeichen, die Frau Gerda Heim geschrieben hatte. Diese beiden Bücher zeigte Heim den Professoren Pascual Jordan (Hamburg), Gerhard Lyra (Göttingen) und Heinrich Hora (München) anlässlich eines Seminars in meiner Firma MBB (heute Airbus) in Ottobrunn, das ich für unsere Firmenleitung arrangiert hatte.

Die Physiker waren allerdings mehr an Heims phänomenologischer einheitlicher Feldtheorie und an seiner Herleitung einer einheitlichen Massenformel interessiert, weil daraus handfeste Experimente abgeleitet werden können. Daher schrieb und veröffentlichte Heim zunächst seine Bücher: „Elementarstrukturen der Materie“ (Band I: 1980/1989), (Band II: 1983) und 1996 gemeinsam mit Walter Dröscher: „Strukturen der physikalischen Welt und ihrer nichtmateriellen Seite.“ Ausblicke auf die „Syntrometrie“ gab Heim 1980 in einem Buch über „Postmortale Zustände?“. (Siemens-Direktor Selig fragte mich daraufhin, warum Heim ausgerechnet ein Buch „mit einem so furchtbaren Titel“ schreiben musste? Der Untertitel „Die televariante Area integraler Weltstrukturen“ konnte die Wissenschaftlichkeit auch nicht mehr retten. Denn damals durfte ein Physiker nicht über Bewusstseins- und Postmortem-Zustände schreiben, ohne schwerwiegende Konsequenzen für seine Reputation als Wissenschaftler befürchten zu müssen).

Mit der „Syntrometrie“, einer verallgemeinerten aspekt-bezogenen Logik, versucht Heim die Lösung des alten philosophischen Problems Leib-Seele bzw. Geist-Materie.

Wegen seines Todes im Jahr 2001 kam es weder zur Veröffentlichung der beiden Bücher „Syntrometrische Maximentelezentrik,“ noch zur Bearbeitung der Theorie psychischer Vorgänge. Es bleibt anderen Generationen von Logikern und Physikern vorbehalten, die Tiefen und Reichweiten der Heimschen Gedanken zu erkunden.

Der Text seiner formalen Logik ist mindestens ebenso schwer zu lesen wie derjenige von Gottlob Frege. Mehrere Physiker haben bereits die Manuskripte über die Syntrometrie gelesen. In meinem Buch „Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim“ (2006/2013, Grünwald: Komplett-Media) und in der englischen Version dieses Buches werden die Grundgedanken zur Syntrometrie teilweise mit Heims eigenen Worten in den Kapiteln 10.3 bis 10.5 wiedergegeben und es werden mehrere grundlegende Definitionen der hierarchischen Begriffs-Struktur dieses logischen Systems zum leichteren Verständnis mittels Skizzen veranschaulicht, die nach Anweisungen von Heim gezeichnet wurden.

Vor der vorliegenden Publikation wollte ein Logiker und Doktorand der Mathematik in Cambridge Heims Text mit Fußnoten versehen, in denen jeweils Verweise auf ähnliche moderne Arbeiten von Logikern gegeben werden sollten (z.B. Theorie der Kategorien, Entity-Relationship-Modell aus der Grundlagentheorie der Datenbanksysteme usw.). Nach mehreren Jahren des Wartens unsererseits gab der Logiker seine Mitarbeit aus Zeitgründen auf.

Die Idee, zunächst eine kürzere, eingeschränkte Fassung zu publizieren, wurde bald aufgegeben. Dagegen versprachen wir uns von einer englischen Fassung die internationale Aufmerksamkeit, welche der Heim’schen Arbeit gebührt. Ein Mitglied des AK-Heim-Theorie, der seit einigen Jahren in New York lebt, hat versucht, den Text ins Englische zu übersetzen. Dabei stellte sich bald heraus, dass der Übersetzer die Bedeutung vieler Passagen nicht verstand, so dass er eine Übertragung ins Englische abbrechen musste. Nach Aussagen des Herausgebers der Heim-Bücher, Prof. DDr. Andreas Resch in Innsbruck, erging es einem Spanier ähnlich, der sich an die Übersetzung des Heim-Textes in seine Muttersprache gewagt hatte. Es ist zu hoffen, dass sich in Zukunft ein Verlag finden wird, der eine professionelle Übersetzung ins Englische übernimmt.

Wir haben uns entschlossen, die „Syntrometrische Maximentelezentrik“ von Burkhard Heim ungekürzt in der Originalfassung im Internet zu veröffentlichen.

Herr Stefan Klemenz aus Augsburg hat die mit Schreibmaschine geschriebene Version unentgeltlich in ein druckreifes Schriftbild gebracht und die formal-logischen Formelzeichen, die kein Computer-Matheprogramm kennt, neu generiert. Ein dritter Band wird von ihm zur Zeit bearbeitet.

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Heim Maximentelezentrik

Remarks on the publication of „Syntrometric Telecentric of Maximes“ by Burkhard Heim

The most important work by Burkhard Heim, his „Syntrometric Telecentric of Maximes“, has not been published until now. Parts of this manuscript I already saw in one of his labotatory rooms in Northeim (near Goettingen) when I was doing research on the photophoresis phenomenon during my semester vacations in 1958. When I asked Heim about the meaning of that title he explained to me that the manuscript is about a unified world view which not only includes quantitative physical revelations but also qualitative organic valuations of events in a so called „syntrometry“. The dynamic of physical and psychical events and live-processes are always adjusted to organizational targets, so called „telecenters“. Like motions of objects in space along geodesics they follow along extremales of expedient ideas in an entelechialy steered world – so-called „maximes“.

Only in 1976 did I see Heim’s work again. However the papers were bound into two thick hardcover books in A4 format, filled with hundreds of typed pages of text and with new formula-signs written in ink, which Mrs. Heim had inserted. On the occasion of a seminar in our company MBB (now AIRBUS) in Ottobrunn near Munich, which I arranged for our management, Heim presented these two books to the professors Pascual Jordan (University of Hamburg), Gerhard Lyra (University of Goettingen) and Heinrich Hora (University of Munich).

The physicists however were more interested in Heim’s phenomenological unified field theory and in his derivation of a unified mass-formula since from this concrete experiments can be derived.

Therefore, Heim first published his books „Elementarstrukturen der Materie“ (Elementary Structures of Matter), Vol. I: 1980/1989, Vol. II: 1983 and in 1996 in cooperation with Walter Droescher: „Strukturen der physikalischen Welt und ihrer nichtmateriellen Seite“ (Structures of the physical world and their non-material aspect). In 1980 Heim commanded a view of the „syntrometry“ in his book on „Postmortale Zustände?“ (Postmortem States?). (Subsequently SIEMENS director Dr. Selig asked me why Heim had to write a book just with „such a horrible title“? The sub-title “Die televariante Area integraler Weltstrukturen“ (The televariante area of integral world structures) could not help to save scientificity. Since in those days a physicist was not allowed to write about consciousness- and postmortem-states without having to fear serious consequences for his reputation as a scientist.

With the “syntrometry“, which is a generalized aspect-related logic, Heim tries to solve the ancient philosophical Body-Mind-Problem.

On the occasion of his death in 2001 neither a publication of the two volumes „Syntrometrische Maximentelezentrik“ took place nor did the theory of psychical processes receive any attention. It remains to be left for other generations of logicians and physicists to explore the deepness and range of Heim’s ideas.

The text about his formal logic is at least just as difficult to read as the one by Gottlob Frege („Grundgesetze der Arithmetik“, 1883-1903). Several physicists have already read the manuscripts about the syntrometry. The basic ideas on the syntrometry, partly in Heim’s own words, can be found explained in my book „Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim,“ (2006/2013, Grünwald: Komplett-Media) and in the English version of that book in chapters 10.3 to 10.5. For better understanding, several basic definitions of the hirarchical term structure of this logical system are illustrated by help of sketches drawn according to Heim’s instructions.

Before the present publication a logician and PhD student of mathematics in Cambridge had planned to provide Heim’s text with footnotes which should contain respective references to similar modern works by logicians (for instance the Theory of Categories, the Entity-Relationship-Model from the basic theory of databank systems etc.). However, after our group had waited for some years, the logician gave up his cooperation for lack of time.

We soon gave up the idea to publish a shorter, limited version first. Nevertheless, we expected to attract the kind of international attention which Heim deserves by providing an English version. A member oft the Heim-research-group, who has been living in New York for some years, tried to translate the text in the past. However, it soon became obvious that he did not understand the meaning of many passages, so he had to stop the translation. According to the editor of Heim’s books, Prof. DDr. Andreas Resch in Innsbruck, Austria, a Spanish man, who tried to translate Heim‘s texts into his mother tongue, made the same experience. We hope that in the near future a publisher will be found who can enable a professional translation of this text into English.

We have now decided to publish the „Syntrometric Telecentric of Maximes“ by Burkhard Heim unabridged in the original German version on the internet.

Mr. Stefan Klemenz from Augsburg converted the typewritten version free of charge into a readable and publishable version and at the same time generated new formula signs, which so far did not exist as recognizable formular symbols for mathematics programs on computers. He’s presently working on a third volume.

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