Diese Seite gibt einen Überblick über neuere Arbeiten, Projekte und Entwicklungslinien, die aus der Beschäftigung mit Burkhard Heim hervorgegangen sind. Sie gehört damit nicht zum historischen Werk Burkhard Heims selbst, sondern zu seiner späteren Aufarbeitung, Rekonstruktion, Interpretation und Fortführung. Die Übersicht ist nicht abgeschlossen und wird laufend erweitert. Wenn hier wichtige Arbeiten, Personen oder Projekte fehlen, freuen wir uns über Hinweise an info@heim-theory.com.

Die moderne Arbeit an Heim verläuft nicht in einer einzigen Richtung. Seit den 1990er Jahren haben sich mehrere Linien herausgebildet, die sich in Ziel, Methode und Nähe zum Originalwerk deutlich unterscheiden. Manche haben vor allem Materialien gesichert und zugänglich gemacht. Andere versuchen, Teile der Theorie in eine formal präzisere Sprache zu überführen. Wieder andere greifen einzelne Gedanken Heims auf und entwickeln daraus eine eigenständige Richtung.

Arbeitskreis, Edition und frühe Aufarbeitung

Die erste moderne Linie ist die editorische und vermittelnde Arbeit, durch die ein großer Teil des Heim-Materials überhaupt zugänglich geblieben ist. Dazu gehören insbesondere der ältere Arbeitskreis Heim-Theorie im Umfeld von Illobrand von Ludwiger, die spätere Bereitstellung von Texten und Hilfsmitteln auf Protosimplex durch Olaf Posdzech sowie die breitere Vermittlung von Heim im Umfeld von IGAAP. Protosimplex bezeichnet sich selbst als ein seit 1998 bestehendes Internetprojekt zu Burkhard Heim und stellt Biographien, Bibliographien, Downloads, Arbeitshilfen zu Elementarstrukturen der Materie sowie Audio- und Videomaterial bereit. IGAAP führt Heim ebenfalls seit Jahren als eigenen Themenbereich und bietet unter anderem eine längere Einführung unter dem Titel „Die Einheitliche Quantenfeldtheorie von Burkhard Heim“ an.

Diese ältere Arbeitslinie war nicht völlig einheitlich; auch innerhalb des Heim-Umfeldes wurden verschiedene Akzente gesetzt. Ihr Hauptgewicht lag jedoch nicht auf einer neuen, eigenständigen mathematischen Theorieentwicklung, sondern auf Sammlung, Sicherung, Veröffentlichung, Erläuterung und erster systematischer Interpretation. Ohne diese Arbeit wären viele Materialien, auf denen heutige Rekonstruktionen aufbauen, kaum oder gar nicht zugänglich. Ein Teil der heutigen Website- und Archivarbeit steht daher in einer direkten Kontinuität zu dieser älteren Aufarbeitung.

Neue Heim-Arbeitsgruppe seit 2025

Neben diesen älteren Arbeitszusammenhängen ist seit 2025 erneut ein neuer Heim-Arbeitszusammenhang im Aufbau. Auf der Community-Seite dieser Website wird ausdrücklich von einer fokussierteren Heim-Arbeitsgruppe gesprochen, die Quellenmaterial, Theorierekonstruktion, historische Forschung, Übersetzungen, editorische Arbeit und künftige Projekte koordinieren soll; als zentrales Organisationsmittel wird dort die Google Group genannt. Diese neue Linie versucht stärker als frühere Einzelinitiativen, verstreute Arbeiten wieder zusammenzuführen, internationale Kontakte aufzubauen und editorische, mathematische und experimentelle Interessen in einem gemeinsamen Rahmen zu koordinieren.

Die Dröscher-/Häuser-Linie

Von der editorischen Aufarbeitung klar zu unterscheiden ist die Linie von Walter Dröscher und Jochem Häuser. Sie setzt bei Heim an, verfolgt aber eine deutlich eigenständige Richtung, besonders im Bereich zusätzlicher Dimensionen, gravitophotonischer Felder und antriebsbezogener Anwendungen. Öffentlich sichtbar wurde diese Linie vor allem durch Arbeiten wie „Guidelines for a Space Propulsion Device Based on Heim’s Quantum Theory“ (2004) und „Heim Quantum Theory for Space Propulsion Physics“ (2005). Diese Richtung greift einige Kerngedanken Heims auf, führt sie aber in ein eigenes Programm über, das nicht mit dem historischen Werk Burkhard Heims gleichgesetzt werden sollte.

Peer-reviewte physikalische Weiterarbeit: Thomas Warmann

Eine andere Linie verfolgt Thomas Warmann. Hier steht nicht primär die editorische Sicherung oder die antriebsbezogene Erweiterung im Vordergrund, sondern die Bemühung, Heim in eine explizit peer-reviewte physikalische Diskussion zu überführen. Öffentlich sichtbar ist das vor allem durch Arbeiten wie „The generation of mass in a non-linear field theory“ (2022) und „The Standard Model and quantum state reduction from Heim’s field theory“ (2023), daneben inzwischen weitere neuere Titel. Diese Linie ist besonders wichtig, weil sie den Versuch markiert, Heim nicht nur historisch oder populärwissenschaftlich zu behandeln, sondern einzelne Teile seines theoretischen Anspruchs in formal anschlussfähiger Weise neu auszubuchstabieren.

Zugleich ist festzuhalten, dass diese Arbeiten bislang nur einen Teilbereich des Heim’schen Gesamtwerks betreffen. Im Vordergrund stehen derzeit vor allem Feldtheorie, Massenerzeugung und der Anschluss an Teile des Standardmodells. Die Syntrometrische Maximentelezentrik und damit Heims spätere methodische und logische Erweiterung sind in dieser peer-reviewten Linie bisher noch nicht mit aufgenommen. Gerade deshalb bleibt die syntrometrische Erschließung für das Gesamtbild der Heim-Theorie von besonderer Bedeutung.

Syntrometrische Erschließung und Neuformulierung: Marko Miloradovic

Eine eigene und für die gegenwärtige Lage besonders wichtige Linie ist die Arbeit von Marko Miloradovic zur Syntrometrischen Maximentelezentrik. Im Archiv dieser Website werden seine Arbeiten bereits gesondert geführt, darunter „Unifying Dimensions: Exploring Burkhard Heim’s Syntrometric Vision“ und „A Modernized Syntrometric Logic: Foundations and Applications“; auch außerhalb der Website sind diese Veröffentlichungen öffentlich sichtbar. Diese Linie ist deshalb so wichtig, weil sie sich gerade jenem Teil von Heim zuwendet, der in der bisherigen physikalischen Weiterarbeit noch kaum in systematischer Form bearbeitet wurde.

Marko Miloradovic gehört nach heutigem Stand noch nicht zur neuen Heim-Arbeitsgruppe dieser Website. Gerade deshalb besteht hier ein deutliches Interesse an Kontakt und Austausch. Falls es nähere Informationen oder eine direkte Kontaktmöglichkeit gibt, freuen wir uns über Hinweise an info@heim-theory.com.

Vergleichende Arbeiten: Heim und Laws of Form

Daneben gibt es Arbeiten, die Heim weder primär editorisch erschließen noch unmittelbar physikalisch rekonstruieren, sondern mit anderen formalen und erkenntnistheoretischen Ansätzen in Beziehung setzen. Ein wichtiges Beispiel dafür ist Lyle Allen Anderson III mit seinem Vortrag „Laws of Form and Burkhard Heim’s Theory of Everything“ auf der LoF-Konferenz 2022. Hier steht die Frage im Vordergrund, ob sich zwischen Heim und George Spencer-Browns Laws of Form tiefere strukturelle oder logische Entsprechungen aufzeigen lassen. Solche Arbeiten gehören in den Bereich der vergleichenden und interpretierenden Brückenarbeit.

Rekonstruktive Weiterarbeit: Joel Michalowitz

Eine weitere Linie bildet die gegenwärtige Arbeit von Joel Michalowitz. Hier geht es darum, zentrale Strukturen der Heim-Theorie in eine Sprache zu überführen, die mit heutigen mathematischen und theoretischen Mitteln präziser arbeiten kann. Dazu gehört insbesondere der Versuch, Heim in Richtung Faserbündel, Holonomie, Garben- und Kohomologiestrukturen, moderner operatorischer Rekonstruktionen und weiterer geometrischer Formulierungen neu lesbar zu machen, ohne die syntrometrische Erweiterung dabei auszuklammern. Diese Linie befindet sich noch in einem frühen Stadium und ist derzeit noch nicht peer-reviewt; sie gehört aber zu den systematisch ambitioniertesten Versuchen, Heim nicht nur auszulegen, sondern in eine heutige formale Sprache zu überführen.

Experimentelle Perspektive als Prüfstein

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Arbeitsgruppe liegt auf der Frage, welche Aussagen der Heim-Theorie überhaupt experimentell prüfbar formuliert werden können. Für physikalische Theorien ist die experimentelle Verifikation der eigentliche Prüfstein. Gerade weil Heim häufig zwischen geometrischer Grundlagentheorie, Massenformel, kosmologischen Aussagen und späteren Erweiterungen vermittelt, ist es entscheidend, jene Teile seines Werkes herauszuarbeiten, die in klaren, überprüfbaren Aussagen münden können. Die gegenwärtige Arbeit zielt daher nicht nur auf begriffliche oder mathematische Rekonstruktion, sondern ausdrücklich auch auf die Konzeption experimentell relevanter Fragestellungen.

Gegenwärtiger Stand

Die moderne Arbeit an Burkhard Heim ist heute vielgestaltiger als noch vor einigen Jahren. Es gibt eine ältere editorische und interpretative Traditionslinie, eigenständige Weiterentwicklungen wie die Dröscher-/Häuser-Richtung, erste peer-reviewte physikalische Arbeiten, syntrometrische Neuerschließungen, vergleichende Brückenarbeiten und neue rekonstruktive Ansätze innerhalb der seit 2025 wachsenden Arbeitsgruppe. Diese Übersicht bleibt deshalb bewusst offen. Sie soll keinen abgeschlossenen Kanon liefern, sondern ein reales Bild des gegenwärtigen Feldes.